Eufloria: Sitting, Waiting, Wishing.

Entwickelt am durch & abgelegt unter Lifestyle.

Von Michael Bamberger.

Hallo ihr Menschen!

Wie, von nun an hoffentlich jeden Dienstag, melde ich mich zurück mit einem netten PC-Spielchen im Gepäck. Diese Woche fiel meine Wahl auf einen prominenteren Vertreter der Indie-Game-Zunft (wir haben es nämlich mit einem waschechten Indie-Game-Festival Finalisten zu tun):

„Eufloria“

Auf dem letztjährigen Independent Game Festival in San Francisco musste sich Eufloria, damals unter dem Namen „Dyson“ an den Start gegangen, Blueberry Garden geschlagen geben. Dyson aka. Eufloria verschwand daraufhin von der Bildfläche, bis es, kommerziell vertrieben, Ende 2009 re-released wurde und seitdem mit regelmäßigen Patches am Leben gehalten wird.

Eufloria ist ein beruhigendes, (Anm.: Ja, schon wieder!) minimalistisches Real-Time-Strategie Spiel, bei dem es darum geht Asteroiden mit zwei verschiedenen Arten von Bäumen zu besiedeln, um dadurch das eigene Gebiet zu erweitern.

„Dysonbäume“ produzieren alle paar Sekunden automatisch Einheiten,

„Abwehrbäume“ machen genau das was man vermutet.

Geht dies in den ersten Levels noch friedlich von statten, macht man bereits in der dritten Mission Bekanntschaft mit feindlich gesinnten Sporenvölkern. Durch sporadische Angriffe versuchen diese, mit einer der nur 3 verschiedenen Einheiten, dem Spieler das Leben schwer zu machen.

Die Einheiten („Seedling“) unterscheiden sich anhand dreier Attribute: Energie, Stärke und Geschwindigkeit. Jede Einheit hat somit auch ein spezielles Einsatzgebiet. Starke Seedlings können Abwehrbäume angreifen, schnelle Seedlings sind schnell (unglaublich!) und fungieren als Unterstützung, wenn es mal irgendwo brenzlig werden sollte und Seedlings mit hoher Energie können einen belagerten Asteroiden lange gegen Feindbeschuss verteidigen (etwa bist Verstärkung eintrifft).

Die Kampagne des Spiels erstreckt sich über 25 Missionen, deren Schwierigkeitsgrad kontinuierlich zunimmt. Es existieren als nette Beigabe auch noch 2 andere Spielmodi, auf die ich jedoch nicht näher eingehen werde, da der Fokus des Spiels klar auf dem Kampagnenmodus liegt.

Musikalisch unermalt ist das Ganze mit seichten, ambientlastigen Klängen, die die abstrakte Grafik und den eingeschlagenen, minimalistisch/abstrakten grafischen Stil sehr gut einfangen und unterstützen.

Eufloria will ein nettes Spiel für zwischendurch sein. Es ist einfach zu erlernen und ein richtiger Zeitkiller. Jedoch leider aus den falschen Gründen, denn Eufloria lebt von seiner Langatmigkeit wie fast kein anderer mir bekannter Titel. Was tun, wenn der gegnerische Asteroid mit einer Flut an feindlichen Seedlings und Abwehrtürmen gut gegen einen eigenen Angriff gerüstet ist?

Warten.

Ja genau. Warten. Mal eben einen Kaffee trinken, spazieren gehen, Geschirr abwaschen, das Spiel im Hintergrund laufen lassen und den Gegner mit erhobener Siegesfaust nach einer halben Stunde mit einer Übermacht von eigenen  Seedlings von der Bildfläche fegen. Klingt Langweilig? Ist es leider auch. Wegen der Passivität der Gegner ist fast jede der 25 Missionen durch „Nichtstun“ zu gewinnen.

Anfangs war ich vom einfachen Spielkonzept und der leichten Zugänglichkeit total gefesselt, nach ein paar Missionen kam jedoch die Ernüchterung. Eufloria verschenkt aufgrund des oben genannten Design-Fauxpas unglaublich viel Potential. Verdammt schade. Ich zocke jedenfalls lieber wieder „PixelJunk Eden“, das designtechnisch und musikalisch in die gleiche Kerbe wie Eufloria schlägt, jedoch auch nach unzähligen Stunden noch immer jede Menge Spielspaß verspricht.

Dennoch kann ich jedem der auf smoothe Atmosphäre in Spielen steht zumindest die Demo von Eufloria ans Herz legen. Die kostet nämlich nix und ein Anzocken ist das Spiel allemal wert.

Viel Spaß (und Geduld 😉 )

euer Bambi

Eufloria ist in der aktuellen Version für 16,99 € unter anderem auf Steam zu haben.

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